Infantilität
Aus Laboratorium
Solange Erwachsen-Sein vor allem bedeutet sich auf die eine oder andere Art mit den Verhältnissen zu arrangieren bin ich stolz auf meine gute Portion Infantilität.
Klar arrangier ich mich, sonst wär ich ja schon tot. Deswegen ja auch nur “gute Portion”. Es gibt natürlich auch die Dunkle Seite der Infantilität: Der patriarchale Kapitalismus (jetzt mal nicht nur als Floskel sondern auch inhaltlich in dieser Doppeldeutigkeit) ist ja vor allem auch eine große Infantilitätsveranstaltung. Jede Generation muß den ganzen Laden wieder komplett umkrempeln damit das Ding am Laufen bleibt. Ob man das jetzt tut um ganz freudianisch den Vater symbolisch zu beseitigen oder weil man das Produktivitätsniveau steigern will ist da im Grunde nur eine Frage der Vorliebe.

